An einem Ort, wo der Strom wie ein Luxusgut erscheint, die Sanitäranlagen nicht mal eine Wasserspülung bieten, mit einem Kamin geheizt werden muss und Licht nur mit Gas erzeugt werden kann.

Dort haben unsere Rover vom 10.1-12.01 ein Wochenende verbracht. Das rustikale, abgeschottete Haus ist in dem idyllischen Ort Holz zu finden, knapp 45 Minuten von Köln entfernt.

Bevor die Rover am Freitag, den 10.01 aufgebrochen sind, wurde am Tag zuvor fleißig eingekauft. Nudeln, Kartoffeln, Burger Brötchen, Brot und Süßes durften natürlich nicht in den vollbepackten Taschen fehlen und so wurde auch alles am Tag der Abfahrt in die Autos verfrachtet.

Von der altbekannten Nikolauskirche startete die Gruppe von 6 Jugendlichen und einem Leiter endlich, um noch vor dem Abendessen anzukommen.

Vor Ort halfen alle gerne, wie es sich Pfadfindern gehört, das Material von den Autos zur Hütte zu tragen. Leichter gesagt als getan, denn die Hütte befand sich mitten auf einem Feld, umringt von einer riesigen Ackerfläche, durch die ein Bach floss. Folglich war das Feld ziemlich matschig und rutschig, sodass man bei jedem Tritt befürchtete auszurutschen und hinzufallen. Keine Sorge, alle kamen zwar mit dreckigen Schuhen aber unverletzt in der Hütte an.

Nun konnte angefangen werden zu kochen. Nudeln mit Spinat-ein tolles Gericht, um sich nach einem langen Tag zu stärken.

Der Abend wurde mit Gesellschaftsspielen und traditionellem Liedersingen mit Gitarrenbegleitung ausgeklungen.

Der nächste Tag startete mit einem ausführlichen Frühstück, bevor unser Leiter sein Programm vorstellte.

Die Rover sollten ein Plakat über sich selbst erstellen. Über sich selbst in dem Sinne, dass sie aufschrieben, wo sie zur Schule gehen, was sie in ihrer Freizeit machen, wie ihre Familie aufgebaut ist und welche Rolle die Pfadfinder in ihrem Leben spielen.

Eine gute halbe Stunde, sah man alle konzentriert an ihren Plakaten arbeiten und man hörte förmlich wie ihre Gedanken herumwirbelten.

Schließlich, als alle fertig waren, sollte jeder seine eigenen Gedanken erläutern und präsentieren.

Währenddessen saßen alle andern in einem Halbkreis daneben, um mit gespitzten Ohren zuzuhören und Rückfragen zu stellen.

Luca beendete die Einheit mit einem neuen Impuls.

Diesmal lag der Fokus auf die Zukunft mit folgenden Leitfragen:

Was will ich nach der Schule machen? In welche Berufsrichtung möchte ich gehen? Wir passen die Pfadfinder dabei bei mir ins Leben herein? Was möchte ihr für Aufgaben übernehmen, welche nicht?

Für Ideen standen Post it’s zur Stelle, die man je nach Belieben gestalten konnte und die nach dem gleichen Spiel wie zuvor präsentiert und an die Plakate ergänzt wurden.

Nun wurde aber für das erste genug gemacht, alle hatten Hunger und es war Zeit für das Mittagessen.

Da es kein fließendes Wasser gab, musste für neues Kochwasser ein anderer Plan her. Glücklicherweise befand sich direkt nebenan ein Bauer, sodass sich direkt ein Paar Rover auf den Weg machen konnten, ihn zu fragen, ob er so nett sei uns etwas abzugeben.

Nach dem Essen ging es gestärkt weiter mit dem Arbeiten.

Zum Abschluss sollte nun eine Idee und erste Handlungsansätze für ein Projekt gefunden werden, in der sich alle mit ihren persönlichen Zielen wiederfinden konnten.

Angeregt diskutieren die Rover also darüber, auf was sie am meisten Lust haben, was sie motiviert sind und welche Ziele sie dabei verfolgen wollen.

Schnell war klar: Es soll in die Richtung der gemeinsamen Aktionen gehen, d.h. etwas für und mit anderen machen. Nur für wen konkret?

In die engere Auswahl kamen Kinderwohngruppen, Altenzentren und stammesinterne Gruppen.

Letztendlich fiel die Entscheidung auf das Altenzentrum. Noch ein Erfolg des Tages!

Als Entlohnung für die Arbeit des Tages lud Luca uns darauf ein, eine kleine Traumreise zu machen.

Gesagt, getan. Gemeinsam machten es sich alle gemütlich und lauschten, was ihr Begleiter zu sagen hatte. Hierbei geht es darum, sich vom Alltag loszulassen, mit den Gedanken abzuschweifen und einfach mal für einen Moment inne zu halten und Ruhe zu finden. Sehr empfehlenswert, danach fühlt man sich wie neu geboren. 🙂

Besagte Entspannung hielt nur kurz, denn direkt danach spielten alle gemeinsam Spiele wie Activity und Wer bin ich- und so konnte auch dieser Tag erfolgreich zu Ende gehen.

Der nächste Tag startete früh, denn heute war es schon wieder Zeit abzureisen und nach Köln zurück zu kehren.

Zuerst wurde gepackt, dann zusammen aufgeräumt, ein Pfadfinder hinterlässt einen Ort immer besser, als er ihn aufgefunden hat.

Schweren Herzens konnte Abschied von der Holzer Hütte genommen werden und als alle wieder um 12 Uhr in Sülz ankamen stand fest: Das war ein gelungenes, schönes und bereicherndes Stufenwochenende.


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