Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendarbeit der Ministrant*innen macht unsere Stammesaktivität einen großen Teil des jungen Lebens in der Gemeinde aus. Trotzdem fühlen wir uns von Verantwortungsträger*innen der Gemeinde oft nicht gesehen und ausreichend wertgeschätzt. Deswegen haben wir einen Arbeitskreis aus Messdiener*innen und Pfadfinder*innen von St. Nikolaus gebildet, in dem wir einen Brief an die Entscheidungsträger*innen des Seelsorgebereichs verfasst haben. Darin stellen wir dar was wir uns in Zukunft von der Zusammenarbeit mit der Gemeinde wünschen, um unser ehrenamtliches Engagement weiterhin auszuüben.

Aktuelle Situation der Jugend

Sehr geehrte Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates,

wir Jugendliche und junge Erwachsene sind als Messdiener*innen und Pfadfinder*innen selbstbestimmt und ehrenamtlich in der Gemeinde aktiv. In Form von wöchentlichen Gruppenstunden, gemeinsamen Fahrten und Zeltlagern, Sternsingeraktionen, Ferien zu Hause, Kirchenmusik, Gottesdienstgestaltung, Leitungsrunden, Tagesausflügen und vielen weiteren Aktionen gestalten wir das Gemeindeleben aktiv mit. Nicht zuletzt sind wir an der Organisation des Pfarrfestes beteiligt, bei dem wir uns um Waffeln, Getränke, Tombola und Stockbrot kümmern. Wir geben Kindern und Jugendlichen einen Raum um Gemeinschaft, Spiritualität und gelebten Glauben zu erfahren. Wir setzen uns mit ihnen differenziert mit dem Thema Glauben und christlichen Werten auseinander.
Ein großer Teil der Gemeinde weiß unser Engagement sehr zu schätzen und bei vielen finden wir Unterstützung für unsere Jugendarbeit, allen voran bei Kajo Schurf, Hanno Sprissler, Ehemaligen, Eltern unserer Gruppenkinder etc. Wir wollen auch weiterhin das Gemeindeleben vor Ort vielfältig mitgestalten, sehen uns aber an entscheidenden Stellen immer wieder stark gehindert:


Raumsituation: Grundlegend für unsere Arbeit ist die Verfügbarkeit von Räumen. Diese sind in unserem alltäglichen Ehrenamt essentiell, um z.B. wöchentliche Gruppenstunden, Planungstreffen der Leitung für allerlei Aktionen durchführen zu können. Dafür stehen uns zurzeit folgende Räume zur Verfügung:

o Dauerhaft: Raum 1 (im Jugendheim), der Jugendheim Keller, Kolpingkeller und angrenzender Materialkeller
o nach Reservierung: Jugendheimsaal, Nikolausstube, Bücherei, Sitzungszimmer und Pfarrsaal


Allerdings leiden ein Teil der Räume (Raum 1, Jugendheimkeller) seit Jahren unter Schimmel, andere (Jugendheimsaal) bieten keine zeitlich optimale Nutzung und wieder andere (Bücherei, Sitzungszimmer, Pfarrsaal) sind für Gruppenstunden nicht oder erst nach erheblichem Mehraufwand geeignet. Außerdem sind die Kellerräumlichkeiten im Haus Nr. 15 des Nikolausplatzes nicht an nutzbare Sanitäranlagen angeschlossen. Um auch in der Zukunft eine aktive Jugendarbeit ermöglichen zu können, benötigen wir Räume mit ausreichend Tageslicht in einer zentralen, spielplatznahen Lage. Diese Räume sollten außerdem dauerhaft nutzbar, frei von Schimmel sowie belüft- und beheizbar sein und eine Anbindung an Sanitäranlagen besitzen. Zusätzlich sollte es keine Nachbar*innen geben, welche sich durch spielende Kinder gestört fühlen.

In Zukunft wünschen wir uns eine höhere Priorisierung der Jugendarbeit bei der Vergabe aller Gemeinderäumlichkeiten.


Kommunikation: Mindestens genauso wichtig ist für uns eine transparente Kommunikation auf Augenhöhe. Sie spiegelt die gegenseitige Wertschätzung wider.
Uns fällt leider immer wieder auf, dass die Kommunikation an verschiedenen Punkten unnötig erschwert wird. So wird einerseits häufig über viele unterschiedliche Kanäle kommuniziert und andererseits werden Informationen oftmals nur geringfügig mit den verantwortlichen Personen ausgetauscht. Zusätzlich müssen wir bei Anschreiben lange auf schriftliche Rückmeldung warten. Kommunikation auf diese Weise vermittelt uns das Gefühl, dass unsere Anliegen eine geringere Priorität haben und unsere ehrenamtliche Arbeit nur wenig wertgeschätzt wird.
Unter einer Kommunikation auf Augenhöhe verstehen wir den Austausch von Informationen über themenbezogene Ansprechpartner*innen, welcher per E-Mail oder bei geplanten Treffen stattfindet. Grundsätzlich erwarten wir eine möglichst zeitnahe, zuverlässige Antwort sowie die Miteinbeziehung in Entscheidungen, welche die Jugend betreffen. Die themenbezogenen Ansprechpartner*innen dienen als Verbindungspersonen zwischen den kommunizierenden Gruppen. Sie geben ihrer Gruppe regelmäßig Auskunft und Informationen weiter, halten Rücksprache zu relevanten Themen und treffen, wenn erforderlich, gemeinsam mit der Gruppe Entscheidungen für das weitere Vorgehen. Dies soll zu einer geregelten und einfachen Kommunikation beitragen und weitere Kommunikationsschwierigkeiten minimieren. Desweiteren bitten wir um eine aktuelle Kontaktliste mit den themenbezogenen Ansprechpartner*innen, unsere finden Sie im Anhang. Änderungen werden dem anderen selbstverständlich zeitnah mitgeteilt.


Finanzen: Ein weiterer Aspekt unserer Jugendarbeit sind Aktionen und Fahrten, welche wir neben den wöchentlichen Gruppenstunden anbieten. Ziel dabei ist es, den Kindern und Jugendlichen unserer Gemeinde ganzjährig die Gemeinschaft des Glaubens, auch außerhalb des normalen Alltags, näher zu bringen und erlebbar zu machen. Vor allem bei den Fahrten fallen Kosten an, welche neben den Teilnehmer*innenbeiträgen zusätzlich durch die uns zur Verfügung stehenden Budgets der Gemeinde und des Erzbistums finanziert werden. Um eine Misskalkulation jenes Etats zu vermeiden, wird dieser als Grundlage für die
jährliche Planung unserer Aktionen und Fahrten genutzt. Da für uns nicht ersichtlich ist, wie viel Geld wir in einem Jahr zur Verfügung stehen haben, ist uns eine vorausschauende Finanzplanung nicht möglich.
Uns ist bewusst, dass auch die finanzielle Situation der Gemeinde nicht eindeutig geklärt ist und daran gearbeitet wird, Informationen von der Rendantur zu bekommen. Dennoch möchten wir dem ganzen etwas Nachdruck verleihen und zusätzlich unseren Blickpunkt mit in die Informationsgewinnung einbringen. Bei dieser beteiligen wir uns gerne, denn auch wir möchten möglichst bald wieder effektiv planen können.
Neben dem Wissen über die Höhe des uns zur Verfügung stehenden Budgets, möchten wir lediglich quartalsweise Informationen über den aktuellen Kontostand erhalten. Auf diese Weise können wir ganzjährig planen und Informationen über die aktuelle finanzielle Situation gewinnen.
Wir nehmen in der Gemeinde mit mehr als 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Messdiener*innen und Pfadfinder*innen) aktiv am Gemeindeleben teil und sind wichtig für die Zukunft der Kirche. Um das Gemeindeleben weiterhin vor Ort vielfältig mitgestalten zu können, benötigen wir als Jugend intakte Räume, eine transparente Kommunikation und einen Überblick über unsere finanzielle Situation. Deswegen suchen wir an dieser Stelle den Kontakt mit Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen

Leiter*innenrunde der Messdiener*innen St. Nikolaus & Karl Borromäus Leitungsrunde der Pfadfinder*innen

Kategorien: Allgemein

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