Am 30. April ging es los. Voller Vorfreude trafen wir uns mit Leitenden aller Stämme im Bezirk. Schon auf der Busfahrt war die Stimmung heiter. Es wurde gesungen und gegrölt, alte Freunde begrüßt, neue Menschen kennengelernt. In Westernohe angekommen war auch das Lagerfeeling direkt da. Leitende aus ganz Deutschland hier im DPSG Bundeszentrum versammelt und das ohne Kinder. Die Party kann losgehen.
„Vielfalt streuen“ war das Motto des Bundesleitendenlager der DPSG. Über 5 Tage gab es Workshops, Konzerte, Fortbildungen, Großgruppenspiele, Stände, Discos und jede Menge Lagerfeuer. Die Stimmung war durchgängig ausgelassen. Gezeltet wurde in den Bezirken, Essen von der Diözese organisiert. Das Programm war komplett freiwillig. So konnte jeder wählen ob bis Mittag ausgeschlafen oder um 8 Frühsport gemacht wird. Wir waren auf dem Kirschbaum-Zeltplatz, weit weg von all den Programmmöglichkeiten aber alle großen Diözesen waren da. So wurde viel gequatscht, gechillt, gespiket oder gespielt.
Am Samstag war die Stimmung am Höhepunkt. Nichts konnte uns stoppen. Alle waren enthemmt von alltäglichen Verpflichtungen. Die Livebands am Freitag Abend haben abgerissen und dann passierte es. Beim vorstellen der Diözesan-Arbeitskreise erst regen, dann Sturm, dann Schüttet es aus Eimern. Beim Bezirk Köln Linksrheinisch bricht eine Jurte fast komplett in sich zusammen. Pfadfinderisch wie nie laufen alle sofort los um zu helfen. Die Jurte kann gerettet werden. Doch da hört es nicht auf. Uns erreicht die Durchsage, dass der Platz evakuiert werden muss. Das Risiko sei zu hoch. So machen sich Hunderte Leitende vom Kirschbaum auf den Weg zum Altenberg. Sämtliche Zelte werden zurückgelassen, teils vom Sturm umgeschmissen, während alle auf dem Altenberg bereits sicher sind müssen wir uns beim Sturm durch das Waldstück winden, welches die beiden Zeltplätze verbindet. Angekommen in einen der wenigen sicheren Gebäuden auf dem Zeltplatz sollen wir dort auf weitere Anweisungen warten. Doch das randvolle Haus wirkt eher wie eine Karnevalsparty. Einer fängt an, alle machen mit. „Kriecht aus eurem Schneckenhaus, zieht die alten Kleider aus…“ Bald singt das ganze Haus Lagerfeuerlieder, es werden Morgenrundenspiele gespielt und das bisschen Essen und Trinken, was von Einzelnen gerettet wurde, wird solidarisch geteilt.
Die Closing Ceremony konnte dann nach der Entwarnung doch stattfinden. Am Leuchtfeuer wurden die Schuhe und Socken getrocknet. Im Eifer des Gefechts verlorene oder liegengelassenes Gepäck wird wieder verteilt. Das Lagerlied hallt durch die ganze Arena, die Drohnenshow lässt Kinnladen fallen. Am Sonntag heißt es dann Nehmt Abschied Pfadis. So machen sich Alle auf den Weg zurück in den Alltag. Wahrscheinlich haben alle ein Stück von sich beim Prisma gelassen. Ob sie es beim nächsten Leitendenlager wiedersehen werden wird die Zukunft entscheiden. Jetzt heißt es erstmal wieder an die ganzen normalen Menschen gewöhnen. Am Montag ist ja wieder Truppstunde…





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